
Die von der Presse für ihren „warmen Alt“ und „wohltimbrierten, gut geführten Mezzosopran“
gelobte österreichisch-griechische Sängerin Sonja Boskou erarbeitete sich durch ihre rege Konzerttätigkeit
ein Repertoire, das von der Musik der Renaissance bis zur Moderne reicht.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den Oratorien und Kantaten von
Johann Sebastian Bach. Darüber hinaus umfasst ihr Repertoire u. a. Händels Messiah,
Mendelssohns Elias, Rossinis Petite messe solennelle, Verdis Requiem und Bruchs Das Lied
von der Glocke.
Konzertauftritte führten sie unter anderem in die Elbphilharmonie und die
Laeiszhalle Hamburg, in das Konzerthaus Berlin sowie zum Bachfest Eutin/Plön, in das europäische Ausland, sowie in Kirchen in ganz Deutschland . Sie arbeitet mit renommierten Ensembles der Alten Musik zusammen, darunter L’arpa festante, die Hannoversche
Hofkapelle und das Göttinger Barockorchester, sowie mit modernen Sinfonieorchestern, dem Staatsorchester Braunschweig etwa/z.B., den Lübecker Philharmonikern und den Symphonikern Hamburg – Laeiszhalle Orchester.
Während des Studiums sang sie den Cherubino in Mozarts Le nozze die Figaro und die Dritte Dame aus der Zauberflöte. Später war sie auf der Opernbühne der Kammeroper Hamburg als Angelina in Rossinis La Cenerentola zu sehen. Beim Lübecker Musikfestival Kunst am Kai war sie in der Hauptrolle der Oper Gestrandet zu erleben, genauso wie bei der Multimedia Oper Shibboleth von Aigerim Seilova.
Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in den Klassen von Prof. Mark Tucker und Prof. Carolyn Grace James
und beschäftigte sich währenddessen bereits intensiv mit der Barockmusik. Ihre Ausbildung rundete sie durch Meisterkurse bei Ingeborg Danz, Margreet Honig, Thomas Tomaschke, Rufus Müller, James Hooper und Doreen DeFeis ab.
Sonja Boskou sammelte bereits in jungen Jahren erste Opern- und Konzerterfahrungen als Mitglied des Kodály-Kinderchores Athen und erhielt Violoncello- und Klavierunterricht.
Weitere künstlerische Impulse erhielt sie als
Stipendiatin des Festivals Klang & Raum im Kloster Irsee unter der künstlerischen
Gesamtleitung von Bruno Weil. 2015 wurde sie mit dem Belcanto-Förderpreis Wernigerode
ausgezeichnet.
Darüber hinaus widmet sich Sonja Boskou intensiv der pädagogischen Arbeit. Sie ist
regelmäßig als Gesangsdozentin beim Internationalen Seminar für Alte Musik in Österreich
tätig, unterrichtete am Musikzentrum der Leuphana Universität Lüneburg und arbeitet mit
verschiedenen Chören als Stimmbildnerin. Gemeinsam mit dem ensemble reflektor
entwickelte und leitete sie mehrfach, unter anderem im Rahmen des Festivals ultraBACH,
Musikvermittlungsprojekte für Schüler:innen verschiedener Altersgruppen.